deutsch
franÇais
español
Synopsis
Credits & Technische Daten
Multimedia
Extras
Pressestimmen
Home
Filme
Aktuell im Kino
Shop
Pressecenter
Gästebuch
Newsletter
Links
Impressum
Kontakt
AMAZONIA - Stimmen aus dem Regenwald
AMAZONIA - Vozes da Floresta
Glenn Switkes und Rosaines «Monti» Aguirre - USA/Brasilien 1991

“Amazonia – Voices from the rainforest“
Ein Film über eine Welt, die durch Dummheit und Habgier zerstört wird.

Glenn Switkes (USA) und Monti Aguirre (Kolumbien) haben sich in einem Zeitraum von zehn Jahren immer wieder im Amazonas-Gebiet aufgehalten und ihr «Amazonia-Project», ein multimediales Hilfsprojekt zur Erhaltung des Regenwaldes, vorbereitet, wovon der Film AMAZONIA – STIMMEN AUS DEM REGENWALD ein Teil ist.

Der Film AMAZONIA besteht aus drei Teilen:
Der erste schildert die Ursprünge des Lebens im Amazonasgebiet und verleiht den Indianern, den Ureinwohnern Amazoniens, eine Stimme. Es geht um Mythen, Lebensgewohnheiten, um ihren Umgang mit der Natur und den Kampf ums Überleben. Sie wollen nicht in Reservaten leben, nicht als «Wilde» überleben, sondern gleichberechtigt den anderen Völkern an den Segnungen der Zivilisation teilhaben.

Der zweite Teil ist dem Leben der Kautschukzapfer gewidmet. Sie sind erst im 19. Jahrhundert in das Amazonasgebiet eingewandert. Durch ihre Arbeit sind sie tief verbunden mit der Natur des Amazonaswaldes und haben diese vernünftig genützt. Die Indianer im Amazonasgebiet betrachten die Kautschukzapfer als Eindringlinge, die ihnen die Schätze des Urwaldes rauben, was zu Auseinandersetzungen führt.

Der dritte Teil lässt die neuen Siedler zu Wort kommen, die aus den ärmsten Gegenden Brasiliens gekommen sind, in der Hoffnung, hier auf einem Stück Land das Notwendigste zum Leben anbauen zu können. Sie wurden getäuscht. Ihnen wurde gesagt, im Urwald lebe niemand und deshalb könne er für Ackerland gerodet werden. Die grossen Konzerne aber dulden keine Kleinbauern, und so wurden die neuen Siedler zu Landlosen. Armut, Krankheit und Bedrohung durch Grossgrundbesitzer zeichnen ihr Leben.

Am Ende des Films wird vom Kaxinawa-Indio Sia Runikui die Utopie formuliert: «Es ist wichtig, dass Indianer und Kautschukzapfer entdeckt haben, dass sie keine Feinde sind. Unsere Feinde sind die, die uns verschlingen, unsere Wälder verwüsten und das Amazonasgebiet vernichten wollen. Alle Menschen müssen verstehen lernen, dass unser Planet nicht nur ein Stück Besitz oder eine Ranch ist. Die Erde ist viel mehr, sie ist der einzige Ort, wo wir leben können.» Die Lebendigkeit der Bilder und die musikalische Komposition des brasilianischen Jazzmusikers Egberto Gismonti machen AMAZONIA zu einem Kinoerlebnis.

AMAZONIA zeichnet ein positives Bild von den Bewohnern des Amzonasgebietes und dem Kampf für die Erhaltung ihres Lebensraumes. Dafür steht auch eine zentrale Figur des Films, Chico Mendes, der noch vor Fertigstellung des Filmes seines Engagements für soziale Gerechtigkeit wegen ermordet wurde. AMAZONIA widerlegt das allgemein verbreitete Bild vom «guten» Wilden und entmystifiziert jede Art von Indianerromantik.

Die Filmemacher arbeiteten mit der Methode von «Testimonios». Sie lassen die Betroffenen erzählen, verwenden Archivmaterial für historische Informationen und setzten als Szenenmontage Animation ein.

Ausgezeichnet mit dem Golden Gate Award, San Francisco 1991