La vida es filmar
«Borter begleitete Pérez letzten Sommer während einiger Wochen in den Strassen Havannas und schuf dabei mit LA VIDA ES FILMAR einen oft poetischen Film, der weit über ein konventionelles 'making of' hinausgeht und zur soziologischen Studie der gegenwärtigen kubanischen Gesellschaft wird.»
«Wohl kommt Fernando Pérez zu Wort, wohl wird die schwierige Situation des Filmschaffens auf Kuba thematisiert, im Zentrum des Dokumentarfilms stehen aber die Dreharbeiten in den Strassen und auf den Plätzen Havannas als Ereignis, als Spektakel für die Bevölkerung. Zu ihr, zu den zuschauenden Frauen und Männern, sucht Beat Borter Kontakt. Über ihre emotionale Beziehung zum Film gelangt er zu ihren innersten Gefühlen. Die sonst still Zuschauenden und Zuhörenden erhalten eine Stimme, werden zu Vertrauten, und nach und nach wird klar, dass nicht nur die Filmfiguren, sondern auch diese Leute der Strasse und schliesslich wir mit ihnen auf der Suche nach dem Glück sind. Die Filmarbeit Fernando Pérez‘, so konnte man es sehen, wird zu einem Bewusstwerdungsprozess, den Beat Borter wiederum zu seinem Filmsujet macht. Zwar geht es vordergründig um die Entstehung von «La vida es silbar», doch das Ergebnis ist eine nachhaltige Begegnung mit Kuba, mit seinen Menschen, seinem Leben.»
«Die Essenz von La vida es filmar ist die trotz widriger Umstände omnipräsente Lebensfreude der Menschen auf den Strassen und ihre Begeisterung für das Kino. So wird«Borters Dokument mehr noch als eine nüchterne Hommage an seinen Freund Pérez zu einer Ode an die Vitalität der Menschen in Kuba.»