«Im Zeitalter von «Music Star» und Selbstdarstellern, die nichts Grösseres kennen als ihr Seelenleben in Talkshows vor der Kamera auszubreiten, hat Ivo Zen drei untypische Darsteller gefunden. Zurückhaltende, ernsthafte junge Menschen, die dennoch viel von sich preisgeben und die Zuschauer an ihrer Entwicklung und ihren Rückschlägen teilnehmen lassen.
Dies in ruhigen Bildern vorzuführen ist die Leistung des Regisseurs.»
«Authentischer Film über Jugendliche in der Fremde
Der Dokumentarfilm «Maurus, Nadia, Flurina» vom Bündner Regisseur Ivo Zen gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken von Jugendlichen, die ihre Heimat zu Ausbildungszwecken verlassen müssen.»
«Drei junge Menschen und ihre Geschichten. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zum Ende des Sommers ihre Elternhäuser verlassen haben, um in Chur das Gymnasium zu besuchen. Die neuen Lebensabschnitte beginnen im Konvikt, einem Wohnheim in den Rebbergen oberhalb der Stadt. Hier treffen sich die drei Sprachen des Kantons.
In ruhigen, unaufgeregten Bildern werden Maurus, Nadia und Flurina während ihres ersten Jahres in Chur begleitet. Es sind die Begebenheiten des Alltags, die das neue Leben zu formen beginnen: das Begrüssungsritual, Zimmernachbarn, Ausflüge, das gemeinsame Essen in der Kantine und – an den Wochenenden – die Rückreise zur Familie.
In Interviews und durch Tagebucheinträge gewinnt der Zuschauer Einblick in die Gemütszustände der drei Jugendlichen: Erlebnisse, Erwartungen, Sorgen sowie die sich verändernden Beziehungen zu Eltern und Freunden werden thematisiert.
Erfrischend unspektakulär und wider einen gewissen Zeitgeist werden hier Portraits von Adoleszenten gezeichnet, deren Stärke sich in den leisen Zwischentönen liest.»